{"id":140,"date":"2019-11-12T19:59:00","date_gmt":"2019-11-12T19:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/?page_id=140"},"modified":"2019-11-12T19:59:59","modified_gmt":"2019-11-12T19:59:59","slug":"fairer-handel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/fairer-handel\/","title":{"rendered":"Fairer Handel"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Faire Handel unterst\u00fctzt Produzent*innen in den Entwicklungsl\u00e4ndern, um ihnen eine menschenw\u00fcrdige Existenz aus eigener Kraft zu erm\u00f6glichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen sollen die Lebensbedingungen der Menschen in den L\u00e4ndern des S\u00fcdens verbessert, die Binnenwirtschaft gest\u00e4rkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden. Zum Beispiel decken die festgelegten Mindestpreise und Aufschl\u00e4ge die Produktionskosten und sichern das absolute Existenzminimum. Dar\u00fcber hinaus kann auch in eine nachhaltige Zukunft investiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Faire Handel f\u00f6rdert gezielt die besonders benachteiligten kleinb\u00e4uerlichen Familien und deren Selbsthilfeinitiativen. Die Organisationen setzen sich f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung von \u00d6kologie, Bildung und Frauenf\u00f6rderung ein. Die Kleinb\u00e4uerinnen und -bauern sind an allen wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaften direkt und demokratisch beteiligt. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Kontakte zum Management, aber auch f\u00fcr die Verwendung des Mehrerl\u00f6ses aus dem Fairen Handel.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Plantagenprodukten wie Tee, Orangen und Bananen werden die abh\u00e4ngigen Pfl\u00fcckerinnen und Pfl\u00fccker gef\u00f6rdert. Sie sind die am meisten benachteiligten Glieder der Produktionskette, und der Faire Handel hilft ihnen, selbstbewusster im internationalen Handel zu agieren. Die Betriebe und Plantagen verpflichten sich zur Einhaltung der sozialen und \u00f6kologischen Mindeststandards. Vertreter der Plantagen und der\/die Tagel\u00f6hner*in bilden ein Gremium, das so genannte Joint Body, das \u00fcber die Verwendung der Fairhandelspr\u00e4mien entscheidet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Produzent*innen werden in den Bereichen Marketing und Produktionsverfahren f\u00fcr Qualit\u00e4tsverbesserungen weitergebildet. Dar\u00fcber hinaus werden Sozialprojekte wie Schulen, Gemeinschaftsr\u00e4ume, Werkzeug, Brunnen, Apotheken, Schulstipendien und vieles mehr finanziert. (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.fairtrade-deutschland.de\/\">https:\/\/www.fairtrade-deutschland.de\/<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen gibt es Produkte des Fairen Handels nicht nur in Weltl\u00e4den, sondern auch in Superm\u00e4rkten und Discountern. Wie bei anderen Siegeln erf\u00fcllt das \u201eTransfair-Siegel\u201c jedoch nur ein Mindestma\u00df! So zahlen gepa, El Puente &amp; Co einen deutlichen h\u00f6heren Aufschlag auf die Waren und betreuen die Kooperativen weltweit in ihrer Entwicklung. Au\u00dferdem f\u00fchrt der hohe Absatz der Massenprodukte \u00fcber die Discounter dazu, dass das Kriterium, nur von Kleinbauernkooperativen zu beziehen, gar nicht eingehalten werden kann. Die Supermarktware f\u00fchrt also zu einer Zentralisierung im Anbau Fairer Waren und erreicht damit genau das Gegenteil von dem, was der Faire Handel urspr\u00fcnglich bezweckt hat. Trotzdem hat auch das Transfairsiegel im Supermarkt seinen Sinn: Immer mehr K\u00e4ufer*innen werden auf den Fairen Handel aufmerksam. Den Weltladen ersetzen kann es jedoch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine interessante Bachelor-Arbeit dazu am Beispiel \u201efaire Bananen\u201c im Discounter Lidl hat Kerstin Paschko im Studiengang \u00d6kotrophologie an der Universit\u00e4t Kiel geschrieben, die sie hier einsehen k\u00f6nnen: <a href=\"http:\/\/www.kaffeebohne-paderborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Bachelorarbeit-fairer-Handel-mit-Bananen.pdf\">Bachelorarbeit fairer Handel mit Bananen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Faire Handel unterst\u00fctzt Produzent*innen in den Entwicklungsl\u00e4ndern, um ihnen eine menschenw\u00fcrdige Existenz aus eigener Kraft zu erm\u00f6glichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen sollen die Lebensbedingungen der Menschen in den L\u00e4ndern des S\u00fcdens verbessert, die Binnenwirtschaft gest\u00e4rkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden. Zum Beispiel decken die festgelegten Mindestpreise und Aufschl\u00e4ge die Produktionskosten und sichern das absolute &hellip; <a href=\"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/fairer-handel\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eFairer Handel\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-140","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/140","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=140"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/140\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":153,"href":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/140\/revisions\/153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltladen-labohnita.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=140"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}