Für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Preise in der Orangenproduktion.

Seit Februar 2021 beteiligt sich der Weltladen regelmäßig im Winter an der Orangenaktion „Süß statt bitter“, einer Initiative der Evangelischen Kirche von Westfalen und Mediterranean Hope.
Angebaut werden die Früchte in Rosarno/Kalabrien, vor allem die Ernte ist dort ohne Wanderarbeiter, meist afrikanische Geflüchtete nicht denkbar. Diese arbeiten üblicherweise als Tagelöhner zu einem Hungerlohn und wohnen unter erbärmlichen Bedingungen. Ausführliche Informationen unter www.faire-orangen.de
Doch in Rosarno entstand eine Keimzelle des Widerstands: Eine Gruppe von Aktivisten, Landwirten und Tagelöhnern gründete den Verein „SOS Rosarno“ . „SOS Rosarno“ beschäftigt die Migranten mit regulären Arbeitsverträgen und zahlt ihnen Tariflöhne sowie Sozialbeiträge. Der Verein vertreibt Orangen nur von Öko-Betrieben und organisiert den Verkauf an Bioläden und Gruppen solidarischen Konsums.
Im Februar wurden Orangen von SOS Rosarno auch wieder an den Weltladen La Bohnita geliefert. Darüber hinaus waren auch weitere Zitrusfrüchte und Avocados aus Rosarno im Angebot.
Auch der Weltladenladentag am 9. Mai 2026 wird ganz im Zeichen von fairen Früchten stehen: „Fair fruchtet“ ist das Motto und beschäftigt sich inhaltlich einerseits mit den Arbeitsbedingungen im Anbau von Orangen, Mango, Ananas oder Bananen.
Andereseits geht es aber auch um die Marktmacht der „Big four“: in Deutschland haben vier Konzerne – Aldi, Lidl/Kaufland, Edeka und Rewe – einen Marktanteil von 85 Prozent. Diese Marktmacht übt Druck auf Lieferanten aus, die gezwungen sind, ihre Preise zu senken, häufig ohne dass die Produktionskosten gedeckt sind.










